Was in die Streichholzschachtel paßte (gebundenes Buch)

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ISBN/EAN: 9783863514112
Sprache: Deutsch
Umfang: 124 S.
Einband: gebundenes Buch
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Walle Sayer, was ihm wichtig ist: Der Punkt oder der Augenblick, an dem das Prosaische in Poesie übegeht. Kapitel wie Kabinette. Walle Sayer, wie er sich versteht: Als Autor, der als Ungelernter in der Feinabstimmung schafft: zwischen lediglich und wenigstens, zwischen bloß und nur.
1960 geboren. Bankkaufmannslehre, danach die Lehr- und Wanderjahre: u.a. Kindergartenpraktikum, Zivildienst, dreizehn Kneipensemester, Deutschkursgeber in einer Asylunterkunft, Nachtbereitschaft in einem Altersheim. Lebt mit seiner Familie seit 1992 in Horb-Dettingen, Nordschwarzwald. Schreibt Gedichte und Prosa.
Konzentrisch, mäandernd. Eher abschweifend, denn ausschweifend. Mehr Tummelplatz als Sammelstelle. Ein Flickenteppich vor dem Panorama. Ein Tropfen, der die Oberfläche bricht. Der Ausschnitt, die Kontur, das Detail. Kiste, Schublade, Streichholzschachtel. Schnittpunkt, Umkreis, Augenblick. Oder, also, ja doch, und. Frühschwimmer Ein paar Birkenstriche inmitten der taunassen Liegewiese. Um das Becken die Streckbänke der leeren Sonnenliegen. Stunde, in der man anderswo zu Bergtouren aufbricht, in der Marktstände aufgebaut werden, und Schüler, die ihre Monatskarte verloren haben, gleich lärmend hinten einsteigen. Die ruhige Fläche aber glitzert vor dem Eintauchen, das Wasser hat noch eine durchsichtige Haut. Die Armbanduhr auf dem Handtuchfleck abgelegt, krault er stromaufwärts, eine morgendliche Ärmelkanaletappe. Schraffiert eine Längsrichtung ins Licht, zieht seine einsamen Bahnen. Schwimmt sich einen Vorsprung heraus, der halten wird über den Tag.
Auch ein Grund zum Feiern: Seit 1994, seit sieben Büchern gehören Walle Sayer und Klöpfer & Meyer zusammen.