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Gang an der inner-koreanischen Grenze - Cover

Gang an der inner-koreanischen Grenze

Friedensreise

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783933974785
Sprache: Deutsch
Umfang: 144 S., zahlr. Fotos, Ktn
Lesealter: 16-80 J.
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Im Jahr 2005 ist Korea das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Neben den vielen verlockenden Fremdheiten von Koreas Kultur und Geschichte ist es die Tatsache, daß das Land noch immer in zwei strikt voneinander getrennten Teilen, Nord- und Südkorea, lebt. Der Autor und Fotograph Si-wu Lee hat eine, wie er es nennt, Friedensreise entlang dieser inner-koreanischen Grenze unternommen. - Ein teils mehrere Kilometer breiter Streifen Niemandsland durchpflügt Korea, noch immer gibt es Selbstschußanlangen. Abenteuerlich dimensionierte Lautsprecheranlagen stehen entlang der Grenze zur gegenseitigen Beschallung mit Propaganda, und aus Unterständen heraus blickt der Tourist auf haushohe Tafeln mit Slogans des gegenüberliegenden Staats. Während sich Südkorea dem Westen geöffnet hat und demokratisiert, ist der Norden unter seiner kommunistischen Regierung abgeschottet - und hat auch seine Teilnahme an der Internationalen Buchmesse 2005 abgesagt. Die innerkoreanische Grenze markiert eine Front, die sich ideologisch verhärtet, statt Membran eines förderlichen Austauschs zu sein. Hier war und ist der Autor Siwu Lee beobachtend und betrachtend unterwegs. 1987 war er Student der Fotographie gewesen und wurde wegen seines Engagements in der Bürgerbewegung von der Schule religiert. Er begann zu schreiben, journalistisch und literarisch, besuchte, fotographierte und schilderte die historischen Orte der Auseinandersetzung zwischen Nord und SüdKorea. So zeichnet er in einer der am härtesten bewachten Regionen der Welt, undurchlässig wie einst der Eiserne Vorhang und reich an Schicksalen, die unter der Behauptung der Positionen vergessen zu gehen drohen, das ambivalente Bild Koreas. Dem koreanischen Leser traten die zahlreich portraitierten Kulturdenkmäler in der Originalausgabe aus dem Jahr 2003 als Mahnmale entgegen. Dem europäischen Leser vermittelt Si-wu Lee die alte und die jüngste Landesgeschichte in tragischen Momentaufnahmen, die er immer wieder mit den Schönheiten der unterschiedlichen Landschaften, die sich vom Japanischen Meer im Osten zum Gelben Meer im Westen aneinander reihen, kontrastiert. Der Blick des Fotographen und sensiblen Zeitzeugen Lee, der unnachgiebig in der International Campaign to Ban Landmines engagiert ist, offenbart die Sperrzone in der eigenen Heimat als historische Herausforderung: Um des Friedens willen - nicht bloß für ein globales Standort-Marketing - lohnt es, sich auf den kulturellen Reichtum des Landes und die Würde seiner Menschen zu besinnen.