2017 (gebundenes Buch)

ISBN/EAN: 9783957573223
Sprache: Deutsch
Umfang: 460 S.
Format (T/L/B): 4 x 22 x 14.5 cm
Einband: gebundenes Buch
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Sommer 2017. Russland vor dem Beginn der Feierlichkeiten zum hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution. Der einzelgängerische Edelsteinschleifer Krylow begleitet seinen Arbeitgeber, den zynischen Professor Anfilogow, zum Bahnhof. Während Anfigolow zu einer seiner riskanten Expeditionen aufbricht, die ihn in die menschenleere Natur der nördlichen Bergwelt führen wird, beginnt Krylow eine Affäre mit einer geheimnisvollen Unbekannten. Schon bald taucht ein Spion auf, der das Paar bei allen Treffen beobachtet. Krylow verstrickt sich immer weiter in eine Welt der Korruption, des unermesslichen Reichtums und allgegenwärtiger illegaler Geschäft. Als bei den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Revolution der Bürgerkrieg zwischen Rot- und Weißgardisten nachgestellt wird, gerät plötzlich alles außer Kontrolle: Spiel und Wirklichkeit lassen sich nicht mehr unterscheiden. Mit diesem barocken Thriller aus einer Welt, in der das Politische durch totalen Konsum, Spektakel und Propaganda ersetzt wurde, ist Olga Slawnikowa eine beißende Satire gelungen, die bereits in viele Sprachen übersetzt wurde. 2017 ist ein hochaktueller Gegenwartsroman, der ganz in der Tradition der großen russischen Literatur steht.
Olga Slawnikowa, geboren 1957 in Swerdlowsk (Jekaterinburg), ist eine russische Journalistin und Schriftstellerin. Seit 1988 publiziert sie Prosatexte. Ihr Roman Eine Libelle in Hundegröße war 1996 für den Russischen Booker Preis nominiert. 2006 erhielt sie diesen renommierten Preis für ihre Dystopie 2017. Seit 2001 ist sie Koordinatorin des russischen Literaturpreises Debüt, der den literarischen Nachwuchs Russlands fördern soll. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. 2017 ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Olga Slawnikowa lebt und arbeitet in Moskau. Olga Radetzkaja, geboren 1965, arbeitet als freie Übersetzerin, vor allem aus dem Russischen. Sie ist Redakteurin der Zeitschrift Osteuropa und übersetzte Werke von u.a.: Ilya Kabakov, Julius Margolin, Vladimir, Sorokin und Evgenij Vodolazkin. Sie war Co-Autorin des Dokumentarfilms Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen (2003). Christiane Körner, geboren 1962, lebt als Übersetzerin und Publizistin in Frankfurt am Main. Sie war als Sprachdozentin in Moskau tätig, hat u.a. Tatjana Tolstaja, Dmitri Prigow, Lew Tolstoi, Vladimir Sorokin ins Deutsche übertragen sowie mehrere Anthologien russischer Erzählungen herausgegeben.